Sozialfonds und Sozialberatung

Sozialfonds: Wenn Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird

Soziale Verantwortung gehört für die ulmer heimstätte zum genossenschaftlichen Selbstverständnis. Mit dem 2021 zum 125-jährigen Jubiläum eingerichteten Sozialfonds unterstützt die Genossenschaft ihre Mitglieder in schwierigen Lebenssituationen – schnell, unbürokratisch und individuell.

Hilfe in akuten Notlagen

Krankheit, Trennung, ein Unfall oder der Tod eines Angehörigen können Menschen plötzlich vor große Herausforderungen stellen. Der Sozialfonds hilft, wenn eine Situation existenzbedrohend wird oder die Betroffenen allein nicht mehr weiterkommen. Dafür stehen jährlich 125.000 Euro zur Verfügung. Eine Sozialarbeiterin begleitet die Betroffenen persönlich und entwickelt gemeinsam mit ihnen passende Lösungen. Die Unterstützung reicht von der Existenz- und Wohnraumsicherung über Krisenintervention und die Vermittlung weiterer Hilfsangebote bis hin zur psychosozialen Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung des Alltags.

Seit Beginn der Sozialberatung im Oktober 2021 wurden bis Juni 2026 bereits 64 Fälle erfolgreich begleitet.

Unterstützung, wenn sich das Zuhause verändert

Auch bei Modernisierungen und Sanierungen zeigt sich die Stärke des Sozialfonds. Bereits im Vorfeld werden die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Mieterinnen und Mieter ermittelt, um für die Bauzeit passende Lösungen zu finden. So konnten bislang acht Kurzzeitpflegeplätze als intensiv betreute Ausweichmöglichkeit organisiert werden. Die Kosten, die nach Abzug der Pflegeversicherung verblieben, übernahm der Sozialfonds vollständig. Die Betroffenen und ihre Angehörigen wurden dabei von der Organisation des Pflegeplatzes bis zum Wiedereinzug begleitet.

Gemeinschaft, die verbindet

Sozialfonds bedeutet bei der ulmer heimstätte aber nicht nur Hilfe in individuellen Notlagen. Die Mittel werden auch eingesetzt, um Begegnung, Nachbarschaft und Gemeinschaft in den Quartieren zu fördern. Mieterfeste, Begegnungsangebote und Projekte in den Mehrgenerationenwohnhäusern tragen dazu bei, dass Nachbarschaften lebendig bleiben und Menschen miteinander in Kontakt kommen. Der Sozialfonds unterstützt damit die Entwicklung der Quartiere zu Orten, an denen sich Menschen zuhause fühlen, sich begegnen und gegenseitig unterstützen können.

Genossenschaft bedeutet: gemeinsam füreinander da sein

Als Genossenschaft versteht die ulmer heimstätte ihre Mieterinnen und Mieter als Mitglieder einer Gemeinschaft. Der Sozialfonds macht diesen Gedanken konkret: Jedes Mitglied ist gleichwertig – und gemeinsam entsteht die Stärke, die der Einzelne in schwierigen Zeiten braucht.

Ziel ist deshalb nicht nur, kurzfristig zu helfen. Die Unterstützung soll Menschen dabei stärken, wieder ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Der Sozialfonds verbindet damit finanzielle Hilfe, persönliche Beratung und gelebte Gemeinschaft – und macht soziale Verantwortung im genossenschaftlichen Alltag unmittelbar erlebbar.